Wer Material in einem Notebook zusammenträgt, will am Ende meist etwas daraus machen: eine Zusammenfassung, eine Auswertung, einen Foliensatz. Genau diesen Schritt übernimmt Copilot Notebooks jetzt selbst und erzeugt aus den hinterlegten Verweisen ein Word-Dokument, eine Excel-Tabelle oder eine PowerPoint-Präsentation. Bemerkenswert ist dabei, wie wenig Sie dafür tun – und wie wenig Sie steuern können. Wir haben die Funktion getestet und zeigen, was dabei entsteht und worauf es ankommt.
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Der Ablauf ist bewusst kurz gehalten: Sie wählen das gewünschte Format, und Copilot legt sofort los. Einen eigenen Prompt geben Sie nicht ein – stattdessen verwendet Copilot einen fest hinterlegten Auftrag, den Sie im Verlauf mitlesen können. Darin stehen zwei Vorgaben, die den Entwurf prägen: Er darf ausschließlich Inhalte aus Ihren Verweisen enthalten, und sein Umfang ist begrenzt – auf sechs Seiten beim Dokument, drei Blätter bei der Tabellenkalkulation und sechs Folien bei der Präsentation. Vor dem Start lässt sich daran nichts ändern.
Danach schon, allerdings unterschiedlich je nach Format. Bei Präsentation und Tabellenkalkulation bleibt der Agent im Notebook ansprechbar: Sie können weitere Folien oder ein zusätzliches Blatt anfordern, auch über die ursprüngliche Vorgabe hinaus. Beim Dokument endet die Sitzung mit dem fertigen Entwurf – hier arbeiten Sie in Word weiter. Der Unterschied wiegt schwerer, als es zunächst klingt: Im Notebook kennt Copilot Ihre Verweise noch und kann daraus ergänzen. In Word beginnt die Überarbeitung ohne diesen Bezug, und Sie müssten die Quellen bei Bedarf erneut bereitstellen.
Die Funktion nimmt Ihnen genau einen Schritt ab, dafür aber zuverlässig: aus gesammeltem Material einen ersten vollständigen Entwurf zu bauen. Dass es dabei keinerlei Prompt-Eingabe gibt, macht den Einstieg denkbar einfach – die eigentliche Vorarbeit wandert dafür ins Notebook, denn welche Verweise dort liegen, entscheidet über das Ergebnis. Was danach kommt, hängt vom Format ab: Präsentation und Tabellenkalkulation lassen sich im Notebook weiter anpassen, das Dokument nur noch in Word. Dieser Unterschied ist der eigentliche Knackpunkt – im Notebook arbeitet Copilot weiter mit Ihren Verweisen, in Word beginnt es ohne sie.