Wer in PowerPoint regelmäßig dieselbe Bitte an Copilot richtet – die Kernbotschaft prüfen, Folientexte kürzen, eine Zusammenfassungsfolie ergänzen –, tippt sie jedes Mal neu oder kopiert sie aus einer Notiz. Genau dafür gibt es Skills: gespeicherte Arbeitsanweisungen, die Copilot auf Zuruf oder von sich aus anwendet. Einige davon bringt Microsoft seit dem Frühjahr mit, seit Kurzem können Sie auch eigene anlegen.
Dafür braucht es keine Programmierkenntnisse, sondern drei Felder: einen Namen, eine Beschreibung und die eigentliche Anweisung. Wir erklären, was Skills sind, zeigen, wie Sie einen eigenen Skill anlegen und aufrufen, und worauf es bei der Beschreibung ankommt.
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Ein Skill ist im Kern eine Anleitung für eine bestimmte, wiederkehrende Aufgabe. Im Mai hat Microsoft die ersten drei in Copilot in PowerPoint eingebaut: Visualize this slide macht aus einer Textfolie eine grafisch gestaltete Folie, Prepare for questions sucht nach Schwachstellen in Ihrer Argumentation und sagt mögliche Rückfragen des Publikums voraus, und ein dritter Skill nimmt sich Aufbau und Storyline der ganzen Präsentation vor.
Eigene Skills funktionieren nach demselben Prinzip. Sie bestehen aus einem kurzen Namen, einer Beschreibung, wann Copilot den Skill einsetzen soll, und der Anweisung selbst. Sie können den Skill gezielt aufrufen – laut Microsoft greift Copilot aber auch von sich aus darauf zurück, wenn Ihre Bitte zur Beschreibung passt. Das unterscheidet einen Skill von einem Prompt, den Sie in einer Notiz aufbewahren: Er liegt dort, wo Sie arbeiten, und Copilot weiß, wofür er gedacht ist.
Eigene Skills gibt es in PowerPoint für Windows, für Mac und im Web. Microsoft hat sie zwischen Ende Juli und Mitte August ausgerollt; sie stehen automatisch zur Verfügung, ohne dass Ihre IT etwas freischalten muss. Gespeichert werden Ihre Skills in Ihrem OneDrive – sie gehören also Ihnen und sind für niemanden sonst sichtbar.
Teil 1: Einen eigenen Skill anlegen



Ein Beispiel, das Sie direkt übernehmen können: Name sprechernotizen-kurz; Beschreibung „Verwende diesen Skill, wenn ich Sprechernotizen für meine Folien möchte.“; Anweisung „Schreibe für jede Folie Sprechernotizen in den Notizbereich. Verwende höchstens vier Stichpunkte pro Folie, jeden mit höchstens zehn Wörtern. Keine ganzen Sätze und keine Wiederholung des Folientexts – notiere, was ich mündlich ergänzen sollte, das Wichtigste zuerst. Überschreibe keine vorhandenen Notizen, sondern ergänze darunter.“
Teil 2: Den Skill verwenden und verwalten
Ein Skill ist letztlich ein gut formulierter Prompt mit einem festen Platz und einem klaren Zweck: Er liegt dort, wo Sie arbeiten, und Copilot weiß, wann er gefragt ist. Wie viel er bringt, entscheidet sich deshalb weniger an der Technik als an zwei Feldern – der Beschreibung, die sagt, wann er passt, und der Anweisung, die sagt, was dann zu tun ist. Wer Copilot eine Aufgabe immer wieder gleich erklärt, sollte sie also genau einmal gründlich aufschreiben.