Manche Auswertungen sprengen den Rahmen dessen, was sich mit Formeln noch bequem lösen lässt: eine Prognose über mehrere Quartale, ein Signifikanztest, eine Gruppierung von Kundendaten, ein Diagrammtyp, den Excel gar nicht anbietet. Für genau diese Fälle können Sie Copilot jetzt einfach fragen. Sie beschreiben in normaler Sprache, was Sie wissen möchten – Copilot erzeugt im Hintergrund den passenden Python-Code, lässt ihn laufen und legt das Ergebnis in Ihrer Arbeitsmappe ab. Programmierkenntnisse brauchen Sie dafür nicht. Microsoft hat die Funktion Ende August für Windows, Mac und das Web in den Release Notes dokumentiert. Wir haben für Sie zusammengefasst, wie Sie sie nutzen und was dabei mit Ihren Daten passiert.
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Zwei Bausteine kommen hier zusammen, die es einzeln schon länger gibt: Python in Excel auf der einen Seite, die Bearbeitungsfunktion von Copilot auf der anderen. Neu ist, dass Copilot Python innerhalb dieser Bearbeitung selbst einsetzt – statt Ihnen Code vorzuschlagen, den Sie anschließend selbst einfügen. Ausgerollt wird das seit dem Frühjahr, seit Ende August steht es in den Release Notes für alle drei Plattformen.
Für die Praxis heißt das: Auswertungen, für die man bisher nach einem zweiten Werkzeug gegriffen hat, bleiben in der Arbeitsmappe. Copilot greift dabei auf dieselben Werkzeuge zurück, mit denen Datenanalyst:innen weltweit arbeiten – Programmbibliotheken mit Namen wie pandas, matplotlib oder scikit-learn. Sie müssen davon nichts kennen und nichts installieren; Copilot wählt aus, was zu Ihrer Frage passt. Für Sie zählt, was damit möglich wird: Prognosen, das Gruppieren ähnlicher Datensätze, statistische Tests und Diagramme wie Boxplots oder Heatmaps, die sich mit Bordmitteln nur mühsam bauen lassen.
Wichtig für die Einordnung ist, wo der Code läuft: nicht auf Ihrem Rechner, sondern in einem abgeschotteten Container in der Microsoft-Cloud. Laut Microsoft hat der Python-Code weder Zugriff auf Ihr Gerät noch auf das Netzwerk, und die Daten werden in der Cloud nicht dauerhaft gespeichert. Jede Arbeitsmappe erhält dabei ihren eigenen isolierten Container.

Der eigentliche Fortschritt liegt weniger in der Technik als in der Einstiegshürde: Auswertungen, die bisher Spezialwissen oder ein zweites Werkzeug vorausgesetzt haben, entstehen jetzt aus einem Satz in normaler Sprache. Wer hinter die Kulissen schauen möchte, kann das tun – nötig ist es nicht. Ein guter Einstieg ist eine Auswertung, die Sie ohnehin jeden Monat machen: einmal beschreiben, Ergebnis prüfen, beim nächsten Mal wiederverwenden.