Teams-Gespräche als Quelle für Ihre nächste Präsentation

Wenn aus einer Besprechung schnell ein Foliensatz werden soll, können Sie im Agent-Modus von PowerPoint jetzt direkt auf ein Teams-Meeting oder einen Teams-Chat verweisen. Copilot nutzt den Gesprächsverlauf als Kontext und baut daraus einen ersten Entwurf. Neu ist dabei zweierlei: Die Referenz funktioniert nun im Agent-Modus, und neben Meetings lassen sich auch Chats einbeziehen. Wir haben für Sie zusammengefasst, wie der Einstieg aussieht, welche Voraussetzung Sie mitbringen müssen und wo ein prüfender Blick sinnvoll bleibt.

 

Info Mehrwert: Schneller Erstentwurf
UseCase UseCase: Absprachen umsetzen
Zeit Lesedauer:
3 Minuten
Schwierigkeit Schwierig­keit: Anfänger

Microsoft führt die Funktion für Windows, Web und Mac und ordnet sie dem Agent-Modus in PowerPoint zu. Für den Alltag entscheidend ist eine Voraussetzung, die leicht übersehen wird: Copilot kann eine zurückliegende Besprechung nur auswerten, wenn währenddessen ein Transkript lief. Ohne Transkript gibt es schlicht nichts, worauf sich die Folien stützen könnten. Für Teams-Chats gilt das nicht – hier liegt der Verlauf ohnehin in Textform vor. Den größten Nutzen sehen wir dort, wo Besprechungen die zentrale Arbeitsgrundlage sind: Statusrunden, Workshops, Entscheidungsmeetings.

  1. Achten Sie darauf, dass im Teams-Meeting die Transkription aktiviert ist. Ohne Transkript steht der Gesprächsverlauf später nicht als Quelle zur Verfügung. Für Teams-Chats entfällt dieser Schritt.
  2. Öffnen Sie PowerPoint unter Windows, im Web oder auf dem Mac und starten Sie in einer neuen oder bestehenden Präsentation den Agent-Modus über Mit Copilot bearbeiten.
  3. Beschreiben Sie im Prompt, was entstehen soll, und nennen Sie dabei das gewünschte Teams-Meeting oder den Teams-Chat als Referenz.
  4. Bestätigen Sie mit Enter. Copilot erstellt den Foliensatz auf Basis des referenzierten Teams-Inhalts, den Sie anschließend prüfen und nachschärfen.
  • Ohne Transkript keine Grundlage: Ein Meeting lässt sich nur referenzieren, wenn während der Besprechung transkribiert wurde. Fehlen später wichtige Aussagen im Entwurf, lohnt zuerst ein Blick darauf, ob überhaupt ein Transkript existiert.
  • Nur Zugängliches zählt: Copilot berücksichtigt ausschließlich Teams-Inhalte, auf die Sie selbst Zugriff haben. Ein Chat, in dem Sie nicht Mitglied sind, taucht im Entwurf nicht auf.
  • Vertrauliches vor dem Teilen sichten: Eine Besprechung enthält häufig Namen, offene Konflikte, Zwischenstände oder Kundendaten. Prüfen Sie den Foliensatz gezielt auf Inhalte, die nicht für die Zielgruppe bestimmt sind.
  • Entwurf bleibt Entwurf: Wir würden Zahlen, Verantwortlichkeiten und Beschlüsse immer gegen das Transkript oder die Meeting-Notizen gegenlesen, bevor die Folien weitergehen.
  • Verfügbarkeit prüfen: Die Funktion wird gestaffelt ausgerollt. Wenn Sie den Agent-Modus oder die Referenzierung noch nicht sehen, kann das am Rollout oder an der Lizenzierung in Ihrer Umgebung liegen.
  • Zweimal erklären müssen Sie nicht: Wenn Sie eine Präsentation ohnehin im Meeting durchsprechen, steht vieles davon bereits im Transkript. Verweisen Sie im Anschluss auf diese Besprechung, statt den Inhalt noch einmal zu beschreiben – und ergänzen Sie im Prompt nur, was im Gespräch offengeblieben ist.
  • Im Meeting kurz laut mitdenken: Wenn absehbar ist, dass aus der Besprechung eine Präsentation wird, sprechen Sie Zielgruppe, Anlass und die zwei, drei Kernaussagen einmal ausdrücklich an. Was im Transkript steht, kann Copilot verwerten – was alle stillschweigend vorausgesetzt haben, nicht.
  • Klein anfangen: Starten Sie mit einer überschaubaren Besprechung und wenigen Folien. So bleibt der Entwurf prüfbar und Sie erkennen schnell, wo nachgeschärft werden muss.

Die Zeit geht bei einer Präsentation selten für das Formulieren drauf, sondern davor: das Material zusammentragen und daraus auswählen, was wirklich auf die Folien gehört. Wer schon einmal nach einer langen Besprechung vor einem leeren Foliensatz gesessen hat, kennt den Punkt. Genau diese Vorarbeit übernimmt Copilot, wenn ein Transkript vorliegt. Was danach kommt, bleibt Ihre Arbeit: zuspitzen, gewichten, weglassen. Aber Sie fangen nicht mehr bei null an.