Personalisierte KI dank Copilot Memory: Weniger Prompting, mehr Zeitersparnis

Personalisierte KI dank Copilot Memory: Weniger Prompting, mehr Zeitersparnis

Microsofts Copilot erhält eine Memory-Funktion, mit der sich der KI-Assistent an Nutzerpräferenzen erinnert. Er speichert relevante Informationen zu Ihrer Rolle, Ihren Projekten, bevorzugten Schreibstilen und häufigen Anforderungen – und nutzt dieses Wissen automatisch in zukünftigen Konversationen. So sparen Sie Zeit, vermeiden Wiederholungen und erhalten Ergebnisse, die optimal zu Ihrem Arbeitsstil passen.

Mehrwert: Zeitersparnis   UseCase: Personalisierte KI-Nutzung    Lesedauer: 4 Minuten    Schwierigkeit: Anfänger

Bewertung der Funktion

Anwenderfreundlich
Erstellung und Erweiterung erfolgt via Prompt oder passiv 100%
Zeitersparnis
Reduziert den Aufwand für manuelle Analyse, besonders bei komplexen Formeln 100%
Mehrwert
Bietet personalisierte Unterstützung und Ergebnisse, die dem persönlichen Stil sehr nahekommen. 90%
Potenzial
Wächst mit der Nutzungsdauer, Entwicklung zu einer personalisierten, kontextsensitiven KI-Assistenz. 100%

Wie schlägt sich die Funktion?

  • Klicken Sie auf der Copilot Startseite oben rechts auf das 3-Punkte-Menü.
  • Öffnen Sie die Settings.

   

  •       Sie finden die Memory-Funktion unter dem Menüpunkt Copilot-Arbeitsspeicher.

    

Wir haben Copilot mehrfach mit identischen Anfragen getestet – jeweils einmal mit aktiviertem Memory und einmal ohne. Die Ergebnisse wurden verglichen.

  • Copilot berücksichtigt zuverlässig die im Memory hinterlegten Vorgaben – über mehrere Chats hinweg.
  • Sie müssen Kontext und wiederkehrende Anweisungen nicht ständig neu formulieren, was die Interaktion beschleunigt.
  • Besonders beliebt: Anforderungen an Schreibstil, bevorzugte Formate, persönliches Abkürzungsverzeichnis oder eine „Blacklist“ für Begriffe.
  • Das Memory ermöglicht Zugriff auf relevantes Hintergrundwissen, z.B. Namen der Team-Kollegen oder Projektdetails.
  • Wichtig: Der Prompt hat weiterhin den größten Einfluss auf den Output. So können etwa auch kreative Nutzer mit entsprechendem Memory sehr nüchterne, strukturierte Ausgaben erhalten – sofern im Prompt verlangt.

 

Das Memory besteht aus modularen Informationsbausteinen (z. B. persönliche Angaben, Rolle, Projekte, Interessen, bevorzugter Schreibstil usw.), die unabhängig voneinander eingesehen, bearbeitet und gelöscht werden können.

  • Das Memory speist sich mit der Zeit im Hintergrund aus der Interaktion mit der KI.
  • Wenn Sie den Prozess jedoch beschleunigen möchten, geben Sie Copilot in einem Prompt die Anweisung, die Informationen ins Memory zu speichern (z. B. „Übernehme folgende Informationen ins Memory: …“, „Vergiss das“, „Merke dir das“).
  • Memory ist kein Tagebuch: Copilot speichert nur dauerhaft relevante Fakten, keine temporären Gedanken, Stimmungen oder To-dos.
  • Es werden nur neue Informationen ins Memory übernommen; bereits bekannte Daten und Informationen werden nicht doppelt gespeichert.
  • Neue gespeicherte Informationen aus einer Konversation werden durch das Signal „Arbeitsspeicher aktualisiert“ kenntlich gemacht.
 
  •  Sie haben die volle Kontrolle über alle Memory-Elemente und können die Funktion bei Bedarf vollständig deaktivieren.  
  • Mit wachsendem Gedächtnis kann es schnell unübersichtlich werden. Außerdem ändern sich mit der Zeit möglicherweise
    Situationen, Aufgaben, Rollen oder Präferenzen. Wir empfehlen daher, das Memory regelmäßig zu prüfen und bei Bedarf zu aktualisieren.
 

Wir finden diese Funktionen wirklich super und haben Copilot gefragt, wie sich das Memory von den benutzerdefinierten Anweisungen unterscheidet. Das Wissen darüber ist sehr wichtig, um die KI bestmöglich zu personalisieren. Copilot hat uns die Unterscheidung als Tabelle übergeben:

Memory (Langzeitgedächtnis)

  • Fakten über Sie, die dauerhaft relevant sind (z. B. Rolle, Arbeitsweise, Interessen)
  • Position, Unternehmen, Team, Verantwortlichkeiten
  • Tools, die Sie regelmäßig nutzen (z. B. Copilot, M365)
  • Themen, die Sie aktuell oder langfristig in Ihrem Job beschäftigen
  • Personen, mit denen Sie häufig zusammenarbeiten
  • Wiederkehrende Ziele oder Projekte
  • Präferenzen für Sprache, Stil, Struktur
  •  

Benutzerdefinierte Anweisungen (Verhalten & Stil)

  • Wie die KI schreiben, denken und kommunizieren soll
  • Welche Tonalität Sie bevorzugen (z. B. klar, direkt, kein
    Arschkriecher-Stil)
  • Welche Aufgaben Sie planen der KI zu geben (z. B. Textoptimierung, Brainstorming, Konzeption)
  • Informationen zur Zusammenarbeit bzw. der Rolle von
    Copilot für Sie selbst (z. B. Work Bestie, Co-Creator, Sparringspartner)
  • Was Ihnen wichtig ist (z. B. keine Wortdopplungen, klare Struktur, etc.)

 

Die Memory-Funktion von Copilot bietet einen Mehrwert für alle, die regelmäßig mit wiederkehrenden Informationen und Anforderungen arbeiten. Sie ermöglicht eine personalisierte, kontextbewusste Unterstützung, ohne dass Sie ständig dieselben Angaben wiederholen müssen. Besonders hilfreich ist die Möglichkeit, Schreibstil und Formatpräferenzen dauerhaft zu hinterlegen.

Zwar bleibt der Prompt das zentrale Steuerungselement, doch das Memory ergänzt ihn sinnvoll und steigert die Effizienz spürbar.

Trotz einiger offener Fragen zur Transparenz und Übersichtlichkeit zeigt sich: Die Memory-Funktion ist ein vielversprechender Schritt in Richtung smarter Assistenz.